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Seit 1876 wird in der ehemaligen Flössergasse Schule gemacht. Durch Elternwillen ins Leben gerufen, nutzt das Liborius-Gymnasium seit dem 1. September 1991 den heutigen Schulstandort an der Rabestraße und macht dabei 

NICHT EINFACH NUR SCHULE.

Als staatlich anerkannte Ersatzschule in Trägerschaft der Edith-Stein-Schulstifung des Bistums Magdeburg ermöglicht das "Libo" die gleichen Abschlüsse wie öffentliche Gymnasien, nutzt aber zugleich die Handlungsspielräume, die dieser Status der Schule einräumt, zur Gestaltung von Unterricht und Schulleben. Zugleich räumt uns dieser Status auch die Möglichkeit ein, unser Schulleben nach eigenen Grundsätzen und Leitlinien zu gestalten. Mit diesen wollen wir Sie im Folgenden vertraut machen.

 

 

Leben und Lernen - Der Dessauer Plan

Auf der Basis dieses christlichen Menschenbildes wird deshalb an unserer Schule von Beginn an gedessauert, d.h. es werden eigene und innovative Wege gesucht und beschritten, um diese Ziele zu erreichen. Das Ergebnis unserer Wege – auch unserer Um- und Holzwege -, das sich seit 1991 gebildet hat und sich ständig weiter entwickelt, nennen wir deshalb den

BogenDESSAUER PLAN.

Grundlagen des DESSAUER PLANS:

  • Katholisch bedeutet für uns Weite.
  • Basis aller Erziehung ist der Mensch.
  • „Gemeinschaft“ ist die zentrale Aufgabe unserer Gesellschaft.
  • Gottes- und Nächstenliebe ermöglicht Leben. (Unser Grundkonsens)

Weiterführende Konzeptionen unserer Schulprogrammarbeit:

  • Sozialpraktikum
  • Schule für das Leben öffnen: Lernen an anderen Orten
  • Freies Lernen
  • Schulpastoral
  • Regeln für das Zusammenleben an unserer Schule
  • Stundentafel
  • Jahresgespräche
  • Dienste an unserer Schule
  • Lernen Lernen: Methodenkoffer

 

Katholisch bedeutet Weite

katholischEine Schule in Trägerschaft der Katholischen Kirche ist eine ständige Herausforderung an Lehrer und Schüler, das Ganze im Blick zu haben, Einseitigkeiten (zu) widerstehen, offen zu sein für alle und alles. Alles prüfen, das Gute behalten. Dem Frieden nachjagen und der Gerechtigkeit. Immer das et - et berücksichtigen, das sowohl als auch. Katholisch, das bedeutet Weite, Größe, Leben in Fülle, (...) Himmel und Erde, Mann und Frau, Gott und Mensch, im Erziehungsbereich:  Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften."

Bischof Leo Nowak, Neujahrsempfang Magdeburg 1995

Wir wollen den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die unsere Schule besuchen, inhaltliches und methodisches Wissen vermitteln und ihnen Erziehung zuteil werden lassen. Sie sollen lernen, unsere Welt und ihr eigenes Leben zu reflektieren, zu verstehen und zu gestalten. Schülerinnen und Schüler sind daher unabhängig von ihrer religiösen Überzeugung und ihrer weltanschaulichen Heimat eingeladen, dieses Ziel bei uns zu verfolgen. Sie werden an unserer Schule dabei auch dem christlichen Glauben, christlichen Traditionen und Wertorientierungen begegnen und mit Menschen zusammenleben, die in dieser Tradition stehen. In Freiheit werden sie alles prüfen können, was sie erfahren, und jenes behalten, was sie für ihr Leben als wichtig erachten. Darauf hat uns Bischof Leo Nowak, der Gründer unserer Schule, verpflichtet. Schülerinnen und Schüler bilden den Mittelpunkt aller unserer Bemühungen. Ihnen wollen wir Erlebnisse und Lernerfahrungen ermöglichen, die ihnen Selbstverwirklichung in einer sozialen Verantwortung erleichtern sollen, damit sie ihr Leben als ein Leben in Fülle erfahren können.

 

Basis aller Erziehung ist der Mensch

Mensch_3._VarianteChristen handeln aus der Überzeugung, dass diese Welt nicht zufällig entstanden, sondern von Gott geschaffen worden ist. Dies gibt Hoffnung, Mut und Kraft. Als Geschöpf Gottes kommt jedem Menschen eine besondere, einzigartige Würde zu, die den Umgang aller Menschen untereinander in Respekt und Toleranz bestimmen sollte. Aus ihr erwächst die Freiheit, selbst Entscheidungen in unserem Leben zu fällen, aber auch die Verantwortung für unser Tun. Jeder Einzelne hat diese Verantwortung für Mensch und Natur zu tragen. Dies verlangt Offenheit und Respekt füreinander, Dialogbereitschaft und die Fähigkeit, mit anderen in Kommunikation zu treten.
Als von Gott erschaffenes Wesen verfügt jeder von uns über eine besondere Kreativität, die uns prägt in Körper und Geist, in Spiel, Arbeit und Muße. Unser Leben in Gemeinschaft mit anderen ist auch von einer enormen Leistungsfähigkeit und unserer Fehlerhaftigkeit geprägt. Beide Eigenschaften bei sich und anderen anzuerkennen und auf diese angemessen zu reagieren, ist eine wichtige Aufgabe für jeden von uns. Die Frage nach dem Sinn und Ziel unseres Lebens ist ein wesentliches Merkmal unseres Seins.
Es ist daher notwendig, Schülerinnen und  Schülern zu helfen, sich auch dieser Frage zu öffnen, verschiedene Antwortversuche kennenzulernen und eine eigene Antwort zu finden. Wir wollen an unserer Schule so leben, dass wir uns diesen Wesensmerkmalen unseres Menschseins stellen und versuchen, danach zu handeln.

 

Gemeinschaft ist die zentrale Aufgabe unserer Gesellschaft

gemeinschaftIm Liborius-Gymnasium treffen täglich mehrere hundert sehr unterschiedliche Menschen aufeinander, die einen Großteil ihrer Tageszeit hier verbringen. Ihr Umgang miteinander ist durch funktional bestimmte Rollenzuweisungen als Schüler, Lehrer, Eltern und Mitarbeiter dieser Schule geprägt.
Wir sind der Überzeugung, dass die Qualität unserer Beziehungen untereinander Erfolg und Misserfolg aller begonnenen Lernprozesse an unserer Schule entscheidend bestimmt. Vertrauen, gegenseitige Anerkennung, Dialogbereitschaft und angemessene Umgangsformen sind Gradmesser für die Qualität unserer Beziehungen. Unterricht und Erziehung wird dort besser gelingen, wo Ängste abgebaut werden können und alle Beteiligten sich in einer Atmosphäre des Vertrauens begegnen.
Wir wollen an unserer Schule deshalb Bedingungen schaffen, durch die Offenheit entsteht, Ängste abgebaut werden und Vertrauen wachsen kann. Diese Aufgabe betrifft verschiedene Ebenen unserer Beziehungen und verlangt einen Prozess der Veränderung.
Dieser kritische Prozess bedingt auch die Offenheit für Konflikte, den fairen Streit und das Scheitern der eigenen Bemühungen. Den Umgang mit eigenen Erfolgen und vor allem auch Misserfolgen zu lernen, wird für alle Beteiligten ein Teil dieser Entwicklung sein. Diesen hier benannten Prozess kann man initiieren, sein Gelingen aber nicht erzwingen. Er wird dort Früchte tragen, wo jeder Einzelne bereit ist, dem anderen in Offenheit zu begegnen, seine Anliegen zu hören und miteinander ins Gespräch zu kommen, aber auch dort, wo Menschen in ihrem Scheitern Dialogpartner bleiben. Wenn Menschen in diesen Dialog eintreten, kann Vertrauen entstehen. Dort, wo dieser Prozess  gelingt, wächst eine Schulgemeinschaft.

 

Im Zentrum aller pädagogischen Bemühungen steht der Mensch

Unsere Erziehungsarbeit zielt auf den ganzen Menschen. Wir wollen daher Schüler und auch Lehrer begleiten und fördern bei ihrer Suche nach sich selbst, nach Gemeinschaft und nach Sinn bzw. Gott.

Suche nach sich selbst bedeutet für uns:   Suche nach Gemeinschaft bedeutet für uns:   Suche nach Sinn bzw. Gott bedeutet für uns:
Würde achten   Andere achten   Lebenssinn suchen
sich selbst annehmen   Vertrauen erleben   Ideale entwickeln
Selbst werden   Geborgenheit schenken   innere Ruhe finden
Identität finden   Offenheit zeigen   inneren Frieden finden
Selbstständigkeit erlangen   Toleranz entwickeln   Hoffnung geben und erfahren
Selbstdiziplin gewinnen   Anerkennung schenken   Schöpfung bewahren
Zivilcourage zeigen   Nächstenliebe üben   Glaube begegnen
Autonomie erlangen und bewahren   Kommunikationsfähigkeit erlernen   religiöse Erfahrungen machen
Kreativität entwickeln   Verantwortung übernehmen   religiöse Gemeinschaft erleben
Spontaneität erhalten   Solidarität üben    
Körperlichkeit erfahren   sich für Gerechtigkeit einsetzen    
    Hilfsbereitschaft praktizieren    
    Gefühl entwickeln    

 

Schulprofiltext in der Endfassung vom 21. Oktober 1997

 

 

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