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Zum Namen der Schule

Der Heilige Liborius ist der Schutzpatron des Erzbistums Paderborn. Er war im 4. Jh Bischof von Le Mans. Die Reliquien des Heiligen wurden im 9. Jh dem neu gegründeten Bistum Paderborn geschenkt.Von da an entwickelte Liborius sich zum Bindeglied und Friedensmittler zwischen Frankreich und Deutschland. Eines seiner Erkennungszeichen, der Pfau, findet sich stilisiert im Logo unserer Schule.


Das Bistum Magdeburg gehörte bis zum Jahre 1994 zum Erzbistum Paderborn, und so kommt im Namen unserer Schule diese Verbundenheit auch weiterhin zum Ausdruck und erinnert uns als Schule immer wieder daran, Brücken zu bauen zu anderen Ländern, zu Fremden und Gästen und letztlich zu jedem Menschen in unserer Schule und der ganzen Welt.

Was heißt das: Identität und Offenheit

Unsere Schule zeigt deutlich ein christliches Profil. Dabei ist sie aber offen für alle Schüler, unabhängig von ihrer religiösen oder nichtreligiösen Heimat. Voraussetzung für den Besuch unserer Schule sind gymnasiale Eignung und Bejahung ihrer Ziele. Ganz im Sinne unseres Bischofs verstehen wir uns als eine Schule, die zuallererst für den Menschen da ist. Christen unterschiedlicher Konfessionen und Nichtchristen kommen hier täglich zusammen, um gemeinsam in einem Klima gegenseitiger Achtung und Toleranz sowie der Bereitschaft zum Dialog zu leben und zu lernen.


Der Anteil katholischer Schüler unserer Schule liegt z.Zt. bei etwa 19%, der der protestantischen bei 31%, und der Anteil der Schüler, die keinem Bekenntnis angehören, beträgt etwa 47%. Hinzu kommt ein kleiner Anteil von Juden, Muslimen und Angehörigen anderer Religionsgemeinschaften.

Neben der qualifizierten Wissensvermittlung und der angestrebten Erziehung zur Leistungsbereitschaft sowie der Förderung von Leistungsfähigkeit sei nicht zuletzt die wohltuende Atmosphäre der Schule ein Grund, die Kinder zu uns zu schicken, hören wir von vielen Eltern.

 

Was wir uns wünschen

Heute scheint es allgemein üblich, Schule auch als Korrektiv aller kulturellen Laster und Mängel anzusehen und die Verantwortung der Lehrer zu betonen. Gleichzeitig beobachtet man, dass die Politik Schule und Lehrer immer wieder stiefmütterlich behandelt, obwohl Schule ja die wichtige Aufgabe hat, die künftigen Bürger auf das System des demokratischen Zusammenlebens vorzubereiten. Aber auch Eltern werden ihrer erzieherischen Verantwortung vielfach nicht mehr gerecht.


In dieser Situation sind wir auf die gute Zusammenarbeit mit Ihnen, den Eltern, angewiesen. Was das Elternhaus nicht mitträgt, kann Schule allein nicht erreichen! Wir brauchen Ihre kooperative Einstellung! Gespräche im Elternhaus müssen helfen, Vertrauen aufzubauen, soziale Einstellungen zu fördern. Die Kinder müssen z.B. lernen, mit allen anderen in der Klasse auszukommen, sie müssen Toleranz im Umgang mit Menschen aus fremden Ländern als ein zentrales Anliegen nicht nur unserer Schule erfahren. Auch so etwas Banales wie z.B. die Tatsache, dass man Papier und anderen Unrat nicht einfach achtlos wegwirft - wobei ihnen ja gerade die Erwachsenenwelt nicht selten ein schlechtes Vorbild ist - müssen Kinder im Erziehungsprozess beigebracht bekommen. Kurz, Eltern und Schule sollten eine Erziehungsgemeinschaft bilden.

Wir wünschen uns folglich soweit möglich die aktive Mitarbeit und Einflussnahme gerade auch der Eltern in unserer Schule. Wir brauchen Ihre Mitarbeit in den Gremien, bei Projekten in den Projektwochen, bei der Begleitung von Klassenfahrten usw. Wir brauchen auch Ihre kritische Begleitung des gemeinsamen Weges.


Dennoch sei zugleich vor zu hohen Erwartungen gewarnt. Auch am Liborius-Gymnasium gibt es eine Spannung zwischen dem konzeptionellen Ideal und dem Weg dorthin. Entscheidend scheint uns aber das stetige Bemühen, die Realität der Schule dem gemeinsamen Orientierungspunkt anzupassen, sich auf den Weg in die als richtig erkannte Richtung zu machen. In diesem Sinne glauben wir auf einem guten Weg zu sein.


Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 11.06.2010 von knauer