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Die Schülerzeitung am Liborius stellt sich vor:
Ja, hallo, wir leben noch,
wer hätte das gedacht!
Niemand, glauben wir, und doch
haben wir noch lange nicht Schluss gemacht.
Oft erscheinen wir nicht, zugegeben,
zwei Mal im Jahr – wenn alles gut läuft,
doch halten wir die Schülerzeitung stets am Leben,
welche sich sicher in deinen Schränken häuft.
Zum Ende hin und Nikolaus,
prägst du dir diese Termine gut ein,
(da kommen wir nämlich immer raus),
wird die Schülerzeitung deine sein!
Interessante Artikel, Rätsel, Schülersprüche,
hier und da ein Interview,
spannendes aus der Gerüchteküche
und viele Bilder gibt’s dazu!
Zuwachs haben wir erhalten,
sind jetzt 13 an der Zahl,
reicht zum Drucken, Tackern, Falten
und Artikel schreiben alle Mal.
Unter litfasseule@libo.info könnt ihr uns gern schreiben,
ganz gleich, was dich auch interessiert,
damit wir euch erhalten bleiben,
was immer auch passiert.
Beim nächsten Erscheinungstag,
sei schnell am Start,
weil jeder hier die Zeitung mag,
ist der Kampf um diese immer hart!
 
Für uns're Leser machen wir es möglich,
mit Kampfgeist, Mut und ohne Heulen,
freundlich, fleißig, immer löblich -
so kennt ihr eure Litfasseulen!


 
Spucken Sie Blut beim Zähneputzen?
„Hipp, dafür stehe ich mit meinem Namen.“ „Also, reinbeißen kann ich nicht.“ „Das gibt’s doch gar nicht - doch, bei Roller!“ „Er bleibt nur, bis das Fieber weg ist.“ „Nein danke, ich fühle mich immer so aufgebläht...“ „Spaß ist stärker als Scmutz.“ „Nachts weniger müssen müssen.“ „Ich empfehle Sensodyne ProSchmelz.“ „Ich bin doch nicht blöd!“ „Wärmt in Sekunden, hält für Stunden.“ „Schonend für Zähne und Zahnfleisch.“ „Don't call it Schnitzel!“ „Von Urinstein bis hin zu Ablagerungen unter Wasser.“ „Weil wir es uns wert sind.“ „Morgens halb 10 in Deutschland...“ „Geiz ist geil.“ „Ein Indianer kennt keinen Schmerz!“ „Ehrmann – keiner macht mich mehr an!“ „Wir machen den Weg frei.“ Und natürlich: „Spucken Sie Blut beim Zähneputzen?“
Es gibt eine Welt in der alles möglich ist. In dieser Welt sind Staubfusseln lebensgroß. Schokolade ersetzt den Familientherapeuten und ein ganzer Esstisch passt problemlos in einen minimalistischen Geschirrspüler.
 
Ich rede von der Welt der Werbung. Von den meisten Menschen zu tiefst gehasst und verdammt, vorallem dann, wenn „kurze“ Werbepäuschen (welche sich bei VOX beispielsweise locker auf sage und schreibe 8 Minuten ausdehnen können) genau an der Stelle des Films einsetzen, wenn es am spannendsten ist. Ist eine Sauerei, weiß jeder, muss nicht weiter drüber geredet werden. Doch Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel und so schwört eine Freundin meinerseits darauf, nur auf Grund der Werbung ein Kino zu betreten. Beim Film schlafe sie immer ein. Nun gut. Jeder wie er's mag. Wobei an dieser Stelle angemerkt werden muss, dass Kinowerbung tatsächlich noch hin und wieder einen gewissen Anspruch besitzt.Was man vom überwiegenden Rest der Fernsehwerbung nun wirklich nicht behaupten kann.
 
So steht da zum Beispiel eine junge Frau in unserem Fernseher, die ernsthaft sagt: „ Erst bei McDonalds konnte ich zeigen, was ich wirklich kann.“ „Das kann ja nicht viel sein“, dachte ich bloß.
 
Auch immer wieder unschön ist die nicht abreißen wollende Activia-Werbung, die so oft lief, dass es mir ein leichtes gewesen wäre dort mitzuspielen. Mein Favorit, bescheuerte Werbung betreffend, ist allerdings eine andere. Nämlich die von Toffifee, in der eine junge Mutter tatsächlich versichert: „Mit Toffifee sind wir irgendwie alle zusammen..“ Bei Toffiffe findet die ganze Familie wieder zueinander. Großartig. Also, wenn du Stress mit deinen Eltern hast, öffne einfach eine Packung Toffifee – das bringt euch garantiert wieder zusammen. Ebenso wie Nutella. Der Appetit darauf ist ja in der Glotze auch das Einzige, was eine Familie gemeinsam hat.
 
Die Werbung von Poco- Domäne mit Daniela Katzenberger hindert mich schon allein auf Grund besagter Person gänzlich daran, diesen Laden jemals wieder freiwillig zu betreten. So viel zu: Werbung und Verkaufsförderung.
 
Schade auch, dass die durchaus nicht unter bezahlten Werbefuzzis, die sich den ganzen Scheiß ausdenken, nicht einmal mehr die korrekte deutsche Sprache beherrschen. So heißt es in der neuen Actimel – Werbung beispielsweise „Die neue Acerola – Powerfrucht – entdecke, zu was sie fähig ist!“ Korrekt wäre, wozu sie fähig ist. Eine andere Werbung, bei der ich jedes Mal am liebsten den Fernseher ausschalten würde, ist diese von KiK. Mit dem blöden, roten, sprechenden T-Shirt und Verona Poth: „KiK – besser als wie man denkt.“ Lustig gemeint? Mag sein. Nur ist es ganz und gar nicht lustig, dass so viele Menschen den Unterschied von „als“ und „wie“ bisweilen nicht begreifen und es dann auch noch falsch von der Werbung vorgelebt kriegen. Schade eigentlich, zu was Werbung fähig ist – und dabei ist sie doch eigentlich viel besser, als wie man denkt.
 
Doch sollen auch die guten Werbungen an dieser Stelle nicht gänzlich unbenannt bleiben. So finde ich die von Ebay sehr gelungen und auch die von Carritas und Merci können sich sehen lassen. Leider sind allerdings eben Solche sehr rar gesät.
 
Bemerkenswert ist definitiv auch, wenn wir einmal beim Thema sind, dass auf ZDF zwischen 17.oo und 2o.oo Uhr fast ausschließlich Arzneimittel beworben werden. Gegen Schlaflosigkeit, Erkältung, Vergesslichkeit, Fußpilz, Gelenkschmerzen, Blasenschwäche – alles dabei. Fast könnte man meinen, dieser Sender sei zu dieser Zeit vorrangig dazu veranlagt, von Rentnern gesehen zu werden. Versteht mich nicht falsch – ich sehe mir auch des Öfteren Filme auf dem 2. an, doch ist die Häufigkeit der Medikamentenwerbungen schon recht auffällig...
 
Aber die Pharmazie will schließlich auch nur unser Bestes. Unser Geld.
 
„Nicht mehr alle Tassen im Schrank?“, lautet also der neue Slogan der McDonalds Werbung.
 
Gute Frage, ob die ganzen Werbemacher vielleicht nicht mehr alle Tassen im Schrank haben, so viel unbrauchbares hier täglich über unsere heimischen Bildschirme flimmert.
 
Aber im Notfall bleibt ja immer noch Plan B: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilagen und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
 
Annelie Müller

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